Kündigung rechtssicher aussprechen – Schritt für Schritt
Eine Kündigung ist der schwierigste Moment im Arbeitsverhältnis. Viele Arbeitgeber machen Fehler, die teuer werden können. So gehst du richtig vor.
Schritt 1: Prüfe den Kündigungsgrund
Personenbedingt, verhaltensbedingt oder betriebsbedingt – die Kündigung muss auf einem rechtlich anerkannten Grund beruhen. Eine Kündigung „aus dem Bauch heraus" ist fast immer unwirksam. Dokumentiere den Grund nachvollziehbar.
Schritt 2: Anhörungspflichten prüfen
Bei Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung oder Mutterschutz – bestimmte Personengruppen genießen besonderen Schutz. Ohne deren Zustimmung ist die Kündigung unwirksam. Lasse die Zustimmung schriftlich bestätigen.
Schritt 3: Formvorschriften einhalten
Schriftform ist zwingend. Die Kündigung muss unterschrieben sein und dem Mitarbeiter zugehen. Einwurfeinschreiben oder persönliche Übergabe mit Unterschrift des Mitarbeiters sind die sichersten Varianten.
Schritt 4: Fristen berechnen
Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses und den Regelungen im Vertrag. Berechne die Frist genau – ein Tag zu spät macht die Kündigung unwirksam.
Schritt 5: Dokumentation
Halte alle Schritte schriftlich fest: Abmahnungen, Gespräche, Zustimmungen, Fristberechnung. Im Zweifel vor Gericht bist du nur mit sauberer Dokumentation auf der sicheren Seite.
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